Was heißt eigentlich...

Hier finden Sie ausführlichere Erklärungen zu einigen Begriffen. Da "Glossar" der Wortherkunft nach mit "Glosse" verwandt ist, finden Sie hier auch meine unverblümte Meinung zu einigen Themen.

...im Aufbau, daher unvollständig - ich arbeite daran!

Benutzerfreundlichkeit von Webseiten

Surfen Sie doch mal meine Internetseiten mit dem Handy (Smartphone, ab ca. 350 Pixeln Bildschirmbreite sollte es funktionieren)an oder schalten Sie in Ihrem Browser die Darstellung der Bilder ab und stellen Sie die Schrift ganz groß - dann bekommen Sie eine Vorstellung davon, was barrierearmes Internet bedeutet.

Fachlektorat

Ein Fachlektorat wird von einem Fachexperten durchgeführt, um den Text auf Kohärenz und fachterminologische Richtigkeit zu überprüfen; gleichzeitig geht es aber auch um die Überprüfung der Verständlichkeit für die Zielgruppe. Wenn Sie also eine Bedienungsanleitung für ein technisches Gerät haben, dann ist es zwar wichtig, dass alle technischen Details stimmen, aber es ist ebenso wichtig, dass der Käufer das Gerät auch mit Hilfe dieser Anleitung bedienen kann. Oder wenn Sie eine wissenschafliche Abhandlung über Schwarze Löcher für eine pseudowissenschaftliche Zeitschrift verfasst haben, dann müssen Ihre Erkenntnisse nicht nur fachlich stichfest und stringent sein, sondern auch vom Leser ohne wissenschaftliche Vorbildung verstanden werden.

Korrektorat

Bei dieser gründlichen Korrektur mit spitzem Rotstift werden Rechtschreibung und Zeichensetzung sowie Grammatik und Silbentrennung kontrolliert und gegebenenfalls korrigiert.

Lokalisierung

Die Lokalisierung ist die Anpassung des Produktes an die sprachlichen, kulturellen und andere Bedürfnisse einer bestimmten Zielumgebung oder eines Marktes (LISA – Localization Industry Standards Association). Anders als bei einer reinen Übersetzung werden also bei einer Lokalisierung die wichtigen Zwischentöne mitberücksichtigt: wie sagt es der Muttersprachler, funktioniert eine Metapher in der anderen Sprache, funktioniert überhaupt die Art der Ansprache in der anderen Sprache? Manchmal kann es besser sein, einen Text für die andere Sprache gleich neu zu formulieren, weil eine reine Übersetzung hinten und vorne nicht funktionieren würde. Lokalisierung hört übrigens nicht beim Text auf: Auch Piktogramme, die gesamte Art der Präsenz und sogar einzelne Farben können zu Stolpersteinen werden. Man bedenke zum Beispiel, dass Weiß, bei uns die Farbe der Unschuld und Reinheit, in asiatischen Ländern für Tod und Trauer steht...

Lorem ipsum...

Was ist das da für ein merkwürdiger Text im Entwurf meiner Broschüre, meiner Internetseiten? Und was ist das für eine merkwürdige Sprache?
Das fragt sich vermutlich manch einer, der einen ersten Layout-Entwurf bekommt. Nun, der Text ist ein sogenannter „Blindtext“. Er wird verwendet, um im Layout sichtbar zu machen, welche Schriftarten in welchen Größen, Schnitten und Farben verwendet werden und wie das Ganze später mit Text aussehen wird. Da das Layout aber in der Regel vor dem endgültigen Text erstellt wird, benötigt man einen „Stellvertreter“.
Das „Lorem ipsum“, verkürzt auch „Lipsum“ genannt, ist dabei der meistverwendete Text. Er stammt unter anderem aus Fragmenten eines Textes von Cicero (ca. 45 v.Chr.) und wird bereits seit dem 16. Jh. von den Setzern als Platzhaltertext verwendet.

Neue Rechtschreibung

Seit dem 1. August 2009 ist die Verwendung der neuen Rechtschreiberegeln verbindlich. Man mag sie für das Ergebnis einer großangelegten Kampagne der Schulbuchmafia halten, für den Hauptgrund zunehmender Sprachinkompetenz, man mag sie verteufeln - hilft alles nichts, man muss sie anwenden. Deshalb texte, übersetze und korrigiere auch ich nach diesen neuen Regeln; es sei denn, ich bekomme den ausdrücklichen Auftrag, es anders zu tun. Dabei folge ich den amtlichen Regeln, wie sie vom Rat für deutsche Rechtschreibung festgelegt wurden. Den Empfehlungen der Duden-Redaktion folge ich hingegen häfig nicht, obwohl es doch so naheliegend erscheint. Bei den sogenannten "Kann-Regeln" entscheide ich zu Gunsten der Lesbarkeit, der Verständlichkeit und des Sinns der Aussage (Stichwort "Deppenleerzeichen","Deppenapostroph" oder auch "Komm wir essen Opa - Satzzeichen können Leben retten").

Normseite

Die Angabe, ein Text sei „eine Seite“ lang, ist aus nachvollziehbaren Gründen ein sehr dehnbarer Begriff. Selbst, wenn man die Größe der Seite mit angibt (z. B. DIN-A4), kann die Seite durch geschickte Wahl von Schrift, Schriftgröße, Seitenrändern und ähnlichen Parametern mit mehr oder weniger Text gefüllt werden. (Jeder, der schon einmal eine Hausarbeit abgeben musste, weiß das...)
Um eine einigermaßen zuverlässige Berechnungsgrundlage zu erhalten, haben sich der Börsenverband des deutschen Buchhandels und der Verband deutscher Schriftsteller 1992 in ihrem Normvertrag auf die sogenannte „Normseite“ geeinigt. Eine Normseite wurde dort definiert als „so formatiert, dass sie 30 Zeilen zu je maximal 60 Anschlägen enthält.“ Diese Definition bedeutet, dass die fertig formatierte Seite mit all ihren Leerzeichen/Leerstellen zur Grundlage genommen wird. Da die Festlegung noch aus der Zeit der Schreibmaschinenverarbeitung stammt, kann man sich leicht vorstellen, dass man mit dem simplen Zählen entsprechend formatierter Seiten am leichtesten zurecht kam.
Im Zeitalter des Computer ist man sehr leicht geneigt, einfach die Zeichen zu zählen – sind doch die Textverarbeitungsprogramme in der Lage, auch Leerzeichen mitzuzählen. Bei dieser Vorgehensweise muss man aber berücksichtigen, dass die Angabe „maximal 60 Zeichen“ bedeutet, dass eine normal gesetzte Seite in der Regel nicht aus 30 voll gesetzten Zeilen bestehen wird. So stehen beispielsweise größere Abstände unter Überschriften, größere Leerflächen am Kapitel-Ende und so weiter. Aus diesem Grund hat die Verwertungsgesellschaft VG Wort die Zeichenmenge einer Normseite vereinfacht auf 1500 Zeichen inklusive Leerzeichen festgelegt.
Die Normseite wird in Deutschland üblicherweise als Berechnungsgrundlage von Übersetzern, Lektoren und Textern verwendet. Wer Ihnen dabei weismachen will, eine Normseite hätte 1800 Zeichen, der hat sein Handwerk nicht ordentlich gelernt...

Normzeile

Auch die Normzeile ist solch eine Hilfsgröße wie die Normseite. Die Normzeile wird hauptsächlich bei der Berechnung von Textmengen zur Übersetzung herangezogen. Sie hat ihre Grundlage im deutschen Justizvergütungs- und –entschädigungsgesetz und umfasst bis zu 50-55 Anschläge (§11JVEG: „"Das Honorar für eine Übersetzung beträgt 1,55 Euro für jeweils angefangene 55 Anschläge des schriftlichen Textes (Grundhonorar). Bei nicht elektronisch zur Verfügung gestellten editierbaren Texten erhöht sich das Honorar auf 1,75 Euro für jeweils angefangene 55 Anschläge (erhöhtes Honorar). Ist die Übersetzung wegen der besonderen Umstände des Einzelfalls, insbesondere wegen der häufigen Verwendung von Fachausdrücken, der schweren Lesbarkeit des Textes, einer besonderen Eilbedürftigkeit oder weil es sich um eine in Deutschland selten vorkommende Fremdsprache handelt, besonders erschwert, beträgt das Grundhonorar 1,85 Euro und das erhöhte Honorar 2,05 Euro." In Deutschland ist eine Berechnung der Textmenge im Zieltext üblich, während in anderen Ländern häufig der Ausgangstext zugrunde gelegt wird. Auch wird im Ausland häufig nach Wörtern abgerechnet - das tun wir in Deutschland meist nur in besonderen Fällen (bei Katalogen oder anderen Wortsammlungen). Warum? "Donaudampfschiffahrtskapitänspatent" ... Darum.

Schluss-Korrektorat

Ein Schluss-Korrektorat wird dann notwendig, wenn die Bearbeitung eines umfangreichen Projekts abgeschlossen ist. Unter Umständen kann das sogar der Fall sein, nachdem ein Lektorat durchgeführt wurde. Wie kann das sein, wenn doch ein Lektorat bereits das Korrektorat beinhaltet? Nun, wenn es sich um einen langen, komplexen Text handelt, der ein Fach-, Übersetzungs- oder Werbelektorat durchlaufen hat oder der Autor in seinem Schreibstil extrem unstet war, dann wurde von Lektor vermutlich viel umgestellt, umformuliert, eventuell Text eingefügt... Und obwohl ein Lektor ohnehin immer ganz empfindliche Sinne für Fehler hat, geht ihm hier möglicherweise doch mal was durch. Und deshalb ist nach aller getanen Arbeit an einem solchen Projekt ein abschließender gründlicher Korrekturgang als eigenständiger Arbeitsschritt nötig. Unter Umständen sogar besser durch eine andere Person als die, die das Lektorat geleistet hat.

SEO

Geheimnisumwittert, in aller Munde, oft (zu) teuer bezahlt: die search engine optimization, zu deutsch Suchmaschinenoptimierung. Dabei ist es eigentlich gar nicht so schwierig, gute Webseiten zu schreiben, die auch Suchmaschinen lesen, verstehen und verarbeiten können. Unverständlich, warum gerade Agenturen so häufig nicht in der Lage scheinen, dies zu leisten. Oder wollen die vielleicht nur anschließend die Optimierung als kostspieliges Extra verkaufen? Ein Schuft, der Böses dabei denkt! Wer gleich zu Beginn Wert auf Barrierefreiheit legt, kann sicher sein, dass seine Inhalte auch von den Suchmaschinen ausgewertet werden. Warum? Weil Suchmaschinen "lesen", das heißt, sie können Text verwerten und sonst nix. Flash-Filmchen, Animationen, Frames, Bilder - für die Suchmaschine inhaltsleerer Schall und Rauch. Sie braucht da schon mindestens einen beschreibenden Titel und Alternativtext, um zu verstehen, was ein Sehender auf der Seite sieht... Und wer intelligente, durchdachte, werbetechnisch funktionierende Texte auf seinen Seiten präsentiert und sie mit passenden Titeln und Schlüsselwörtern versieht, der hat schon die halbe Miete. Denn eine Suchmaschine hat eine selktive Wahrnehmung - ganz genau so, wie ein Internetbenutzer. Sie liest im Titel "Suchmaschinenoptimierung". Wenn dann im weiteren Text dieses Wort nicht wieder auftaucht, wird sie die Seite verständlicherweise als nicht besonders relevant für die Suche nach "Suchmaschinenoptimierung" einstufen. Natürlich gehört noch ein bisschen mehr zu erfolgreichem SEO als das Beschriebene. Aber all das sind weder gut gehütete Geheimnisse noch besonders perfide Tricks. Wer im Internet das Einmaleins der normalen Werbung beherzigt, ist in jedem Fall auf einem guten Weg.

Webseiten schreiben

Warum Webseiten "schreiben"? Webseiten programmiert man doch! Nein, tut man nicht. Grob gesagt muss man dem "Internetprogramm" (also dem Browser) Anweisungen geben, wie er die Dateien, die unter einer bestimmten Internetadresse gespeichert sind, behandeln und darstellen soll. Dies tut man am besten in der Sprache (X)HTML - zu Deutsch (eXtended) Hypertext Markup Language. Das (X)HTML benötigt man, um den Inhalt anzugeben, der dargestellt werden soll. Zusätzlich werden CSS (Cascading Style Sheets) verwendet, also Steuerdateien, die festlegen, in welcher Art er auf welchem Medium dargestellt wird. Natürlich kann man auch komplette Internetauftritte nur mit Flash realisieren. Warum man das nicht tun sollte, lesen Sie hier.

Nachdem (X)HTML also, wie der Name schon sagt, eine Sprache ist, die logischerweise geschrieben wird, erscheint es doch gar nicht mehr so unlogisch, dies einen erfahrenen Texter tun zu lassen, oder? Stellen Sie sich die Suchmaschine als Leser vor und Ihre Internetseiten als Mailing - sehen Sie, genau so funktioniert das!

Werbelektorat

Bei werblich genutzten Texten kommt es ganz besonders darauf an, die Zielgruppe und den verfolgten Zweck im Auge zu haben. Besondere Elemente werden verwendet, um ganz bestimmte Mechanismen auszulösen, verschiedene Zielgruppen erfordern verschiedene Sprachen, Werbung zielt immer auf einen ganz konkreten Zweck. Hier hilft meine jahrelange Erfahrung; ich weiß, was bei wem wie ankommt und achte bei einem Werbelektorat auch auf diese wichtigen Punkte.

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